Pianistin

Beatrice Berrut


Die Kunst des Klavierspiels

„Die Kunst des Klavierspiels“, das Buch von Heinrich Neuhaus, setzt den Klangausdruck des Klaviers dem Orchester gleich, einem prächtigen Klangspektrum das harte Hämmer und metallene Saiten vergessen lässt. Ein klangreiches Farbenspiel mit Herz und kühlen Kopf. Neuhaus beantwortet mit dieser Lehre zahlreiche Fragen der jungen Pianistin.

Mit 16 studiert Beatrice bei Esther Yellin in Zürich, mit 19 reist sie nach Berlin, wo sie für mehrere Jahre die Studentin von Galina Iwanzowa wird. Beide Lehrmeisterinnen waren einst selber Studentinnen von Neuhaus. In Berlin feilt die junge Pianistin am soliden Grundgerüst ihrer Technik und entwickelt ihre eigene Klangsprache. Später nimmt sie noch Unterricht bei John O’Conor in Dublin. Als ehemaliger Schüler von Wilhelm Kempff bringt er ihr die reiche Tradition der Deutschen Kantoren bei, was ein neues Licht wirft auf alles, was sie bis dahin gelernt hat.

Beatrice kennt zu dem Zeitpunkt zwar einige großen Bühnen bereits, sie ist mit 16 die Schweizer Finalistin des Eurovision Contest und mit 20 wird sie von Gidon Kremer zu seinem Festival in Basel eingeladen, aber sie strebt weiter nach einem unverwechselbaren Ausdruck und kühner Interpretation. Beides findet sie. Seitdem reist Beatrice durch Europa und die Welt: für Klavierabende sowie als Solistin mit Orchester bestreitet sie mit Verbündeten in der Musik zahlreiche Konzerte. Darunter finden sich unter anderem die Dortmunder Philharmoniker, Philharmonie Südwestfalen, Orchestra della Svizzera Italiana, Orchestre National des Pays de la Loire. Sie darf bisher die Tonhalle Zürich, den Wiener Musikverein, die Berliner Philharmonie sowie das Tianjin Grand Theatre in China, das Teatro Coliseo in Buenos Aires oder die Preston Bradley Hall in Chicago für konzertante Abende ihre Bühne nennen.